Über die Ungewissheit des Todes
vonISBN: 9783819080074
Taschenbuch, 54 Seiten, 7,50 €
Wer war Christoph Wilhelm Hufeland?
Hufeland war klinischer Lehrer, sowie Professor der Medizin in Jena und Berlin. Später Direktor der Charité in Berlin, sowie Leibarzt von Friedrich Wilhelm III. Daneben hat er noch zahlreiche Hausbesuche gemacht und die Gründung der Poliklinik für arme Kranke organisiert.Nebenbei hat er zahlreiche Schriften verfasst.
Scheintod und Todeszeichen in der Medizin des 18. Jahrhunderts
Im achtzehnten Jahrhundert war die Beerdigung Scheintoter keine Seltenheit.
In der Zeit Hufelands hatte die Medizin keine genaue Kenntnisse vom Todeszeitpunkt, weil sie ihre Arbeit bei vermeintlich todgeweihten Menschen einstellte.
Es fehlte an sicherem Wissen über den Todeszeitpunkt und Todeskennzeichen.
Daher gsb ed eine weit verbreitete und auch begründete Angst als Scheintoter beerdigt zu werden.
Hufeland untersucht die damals bekannten Todeszeichen und zeigt auf, weshalb viele vermeintlich sichere Hinweise auf den Tod unzuverlässig sind.
Hufeland kritisiert einfache, traditionelle Methoden (wie das Spiegel-Anhauchen, Fühlen des Pulses
oder das Hinlegen einer Feder) als unsicher, da sich Menschen in einem tiefen Scheintod-Zustand befinden können.
Das Buch ist ein faszinierendes Dokument der Medizingeschichte. Hufeland beschreibt die Angst vor dem Scheintod und die Schwierigkeiten der damaligen Medizin,
den Tod zweifelsfrei festzustellen. Mit dieser Schrift verkündete er auch die Errichtung des ersten deutsche Leichenhauses in Weimar zur sicheren
Feststellung des tatsächlichen Todes.
Das Werk gehört zu den wichtigsten medizinhistorischen Schriften über Scheintod und Todesdiagnostik.
