Meine Seele klingt
Nachgelassene Gedichte aus dem Kriege
vonISBN: 978-3-565376-87-2
Taschenbuch, 76 Seiten, 7,99 €
Über das Buch
„Meine Seele klingt“ enthält die letzten Gedichte Richard Kandts, die während seiner Zeit als Frontarzt im Ersten Weltkrieg entstanden. Die Texte spiegeln Kriegserfahrungen, Hoffnung, Leid, Freundschaft, Heimat und Menschlichkeit wider.
Wer war Richard Kandt?
Richard Kandt (1867–1918) war ein deutscher Arzt, Psychiater, Afrikaforscher und Kolonialbeamter.
Bekannt wurde er vor allem durch seine Forschungsreisen in Ostafrika und seine Tätigkeit im damaligen Deutsch-Ostafrika.
Zwischen 1897 und 1898 unternahm Kandt mehrere Expeditionen in das Gebiet des heutigen Ruanda. Dabei erforschte er die Landschaft,
die Bevölkerung und die politischen Verhältnisse des Landes. Besonders berühmt wurde seine Suche nach den Nilquellen,
die ihn in die Berge Ruandas führte.
Ab 1907 war Kandt der erste deutsche Resident in Ruanda und damit der wichtigste Vertreter der deutschen Kolonialverwaltung vor Ort.
Er versuchte, die deutsche Herrschaft mit vergleichsweise geringem militärischem Aufwand durch Zusammenarbeit mit dem ruandischen Königshof auszuüben.
Auch heute noch ist er in Ruanda hoch geschätzt. An der Stelle seiner damaligen Residenz steht heute das Kandt Haus Museum.
Was hat es mit diesen Gedichten auf sich?
Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges konnte Richard Kandt nicht mehr nach Afrika zurück.
Er beschloss als Frontarzt in den Krieg zu gehen. Dort hatte er unter dem Eindruck seiner bedrückenden Erlebnisse diese Gedichte geschrieben.
Beim Versuch Verletzten zu helfen zog er sich eine Gasvergiftung zu, an der er 1918 starb.
Sein Freund Dr. Franz Stuhlmann fand die Gedichte in seinem Nachlass. Er entschloss sich diese Gedichte 1918 zu veröffentlichen.
Er schrieb über sie:
„So zeigt uns diese kleine Sammlung feiner Gedichte ein Spiegelbild seiner Seele während der letzten schweren Kriegsjahre.
Sein fein besaitetes Gemüt litt an dem Leid der anderen, das ihm als Arzt an der Front so vielfältig entgegentrat, und hier seinen oft erschütternden Ausdruck fand.
So werden denn diese kleinen Stimmungsbilder, deren schöne Sprache, Gedankentiefe und von lauterster Vaterlandsliebe, reinster Menschlichkeit und Freundschaft
zeugenden Empfindungen jedermann gefangen nehmen, mit dazu beitragen das Andenken dieses hochstehenden Mannes,der der Wissenschaft, seinen Angehörigen
und seinen Freunden viel zu früh entrissen wurde, lieb und wert zu halten".
